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Entschleunigung
28.09.2015 18:08 (1067 x gelesen)

Mehr Entschleunigung

Unfallforscher warnen mit einer Kampagne vor Smartphone-Nutzung am Steuer.

Müssen immer erst schlimme Dinge passieren, ehe der Mensch zur Vernunft kommt? Wenn schon bei einer nicht repräsentativen Umfrage drei Viertel der Autofahrer zugeben, ihr Smartphone auch während der Fahrt zu benutzen, ergibt das genau: drei Viertel zu viel. Selbst wenn man das Handy als Navigationsgerät nutzt, hat es während der Fahrt in der Hand nichts verloren.



Andererseits zeugt dieses Ergebnis von einer unerträglichen Einstellung der Generation Smartphone. Das Telefon bestimmt mittlerweile den Tagesrhythmus vieler Menschen. Der kleine Computer liefert Informationen in Echtzeit, man kommuniziert mit Freunden, Arbeitgebern, Familie. Sobald es piepst, vibriert, brummt oder dudelt, geht der Griff oft schon automatisch zum Gerät. Egal ob nachts, in einer Konferenz, im Urlaub - oder eben im Auto.
Das Argument, Sprachausgaben am Handy oder selbstfahrende Autos würden das Problem lösen, greift zu kurz: Selbst wenn einem das Handy Nachrichten vorliest, ändert das nichts daran, dass man unnötig abgelenkt ist. Und bis man in selbstfahrenden Autos sitzt, die so ausgereift sind, dass man währenddessen am Handy herumspielen kann, geht noch einige Zeit ins Land.
Die entscheidende Frage ist ohnehin eine andere: Muss man auf jede Nachricht, jeden Anruf oder jede Eilmeldung immer sofort reagieren? Wer schon einmal einen Unfall gebaut hat, weil er genau das geglaubt hat, kennt die Antwort. Wenn auch etwas zu spät.

Quelle: Kommentar von Sascha Sprenger in der Heilbronner Stimme vom 04.09.2015


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