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Zahl der Komasäufer nimmt zu
06.12.2013 20:01 (1121 x gelesen)

Wer regelmäßig Wein und Bier trinkt, droht abhängig zu werden

„Ich kann auch ohne Alkohol Spaß haben" - das behaupten viele von sich. Wer gerne mal ein Bier trinkt, sollte sich das aber auch regelmäßig beweisen und auf Alkohol verzichten.



„Einfach mal vier Wochen aufhören und feststellen, ob ich es vermisse", sagte Reinhard Lahme vom Suchthilfeverband Blaues Kreuz. „Damit man spu?rt, ob man ohne Alkohol leben kann."
Denn ein Glas Wein am Abend stelle zwar fu?r den Körper keine Gefahr dar. Allerdings könne auf diese Weise eine seelische Abhängigkeit beginnen, die das Potenzial habe, zur körperlichen heranzuwachsen.
Außerdem sollten sich Personen, die regelmäßig kleine Mengen Alkohol trinken, klarmachen, wozu sie trinken: „Was wollte ich erreichen?", fragte Lahme. Wenn der Alkohol helfen soll, Sorgen zu verlieren, entspannter und fröhlicher zu sein oder ein Mädchen leichter ansprechen zu können, seien das Risikofaktoren fu?r eine seelische Abhängigkeit.
Diese so genannten Erleichterungstrinker spüren bei Alkoholverzicht keine Symptome. Kribbeln in den Fingern oder Schweißausbru?che treten erst bei körperlicher Sucht auf. Allerdings droht den Erleichterungstrinkern die körperliche Abhängigkeit als Konsequenz ihres Verhaltens: „Wenn ich heute eine Einheit Alkohol brauche, um mein Ziel zu erreichen, brauche ich morgen zwei Einheiten", schilderte Lahme.
Eine Einheit besteht aus rund neun Gramm reinem Alkohol – das entspricht in etwa einem Glas Bier oder Wein. Fu?r Frauen werde ein Glas, fu?r Männer werden zwei pro Tag als körperlich unbedenklich angesehen - vorausgesetzt, sie verzichten auch regelmäßig, mindestens zwei Tage pro Woche.
In den letzten zehn Jahren ist die Zahl jugendlicher Komasäufer extrem gestiegen. Wurden 2001 noch 11466 Jugendliche zwischen zehn und 20 Jahren wegen Alkoholkonsums im Krankenhaus behandelt, waren es 2011 schon rund 26349. Damit lag der ju?ngste Wert allerdings leicht unter dem aus dem Jahr 2009 (26428).
Kinder du?rften nicht denken, dass jede Geburtstagsfeier nur mit Alkohol in Stimmung komme, so Lahme. Stattdessen sollten Eltern zeigen: „Man kann auch alkoholfrei feiern." dpa


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